Erlebnismuseum

19.04.2015 10:52

Ein Rundgang durch das Erlebnismuseum "Mensch und Landschaft" im Naturpark-Informationszentrum Hermeskeil

Das interaktive Museum - ein Freizeitvergnügen der besondern Art

Das Erlebnismuseum "Mensch und Landschaft" ist ein Freizeitvergnügen der besonderen Art für Jung und Alt. In einem außergewöhnlichen Streifzug durch die Erlebnisregion Naturpark Saar-Hunsrück erfahren Sie multimedial Interessantes über die Natur, Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt. Eine interaktive Panoramakarte informiert über Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote an Mosel, Saar, Ruwer, Nied und Nahe sowie im Hunsrück. Für Kinder- und Jugendgruppen werden auch Forscher-Rallyes durch das Erlebnismuseum und rund um das Informationszentrum sowie in dem angrenzenden St. Fargeau-Park angeboten.
Individuell gestaltete Sonderführungen bieten wir gerne auf Anfrage an.

Neu im Erlebnismuseum:
Der vierspachig aussgestattete Natur- und Kulturführer mit Panoramakarte informiert über die Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten der naturnahen Freizeitgestaltung an Saar, Mosel, Ruwer und im Hunsrück.

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten Erlebnismuseum

In der Zeit vom 01. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Freitag: 14:00 - 17:00 Uhr
sowie ganzjährig für Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Vereinbarung.

Auskünfte und Informationen zu den Servicezeiten

Montag bis Freitag: 09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 14:00 - 16:00 Uhr

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Erzähl mir, wie alles geworden ist

Wirbel aus glühenden Gasen und Feuer - der Beginn der Welt! Nach dem Abkühlen entstehen feste Erde - Kontinente und Inseln, rauschendes Wasser - Meere und Flüsse, klare Luft - Stille, Wind und Sturm. Leben wird möglich - Bakterien, Pflanzen und Tiere Landschaft entwickelt sich. Wir betreten die Bühne, unterwegs als Sammler und Jäger. Nachts unterm Sternenzelt, Gedanken und Gespräche am Feuer - der Beginn der Kultur! Wir brauchen Nahrung: Wir roden den Wald, schaffen Wiesen und Äcker. Wir brauchen Schutz: Wir errichten Siedlungen, bauen Häuser und Burgen. Wir brauchen Begegnung: Wir reisen und treiben Handel, legen Wege und Straßen an. Der Mensch gestaltet die Landschaft ...

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Die Landschaft ist ein Puzzle

Ohne uns Menschen wäre die Landschaft eintöniger: Es gäbe keine Wiesen und Äcker, keine Wegraine, keine Dörfer und Städte. Unser Raum wäre überwiegend von Wald bedeckt, darin eingestreut einige Moore, Gewässer und Felsen. Eine maßvoll genutzte Landschaft beherbergt viele Pflanzen- und Tierarten und lädt ein zum Wohnen und Erholen. Wo jedoch Flächen völlig versiegelt, Hecken gerodet und Bäche verrohrt werden, wird unsere Kulturlandschaft monoton und lebensfeindlich. Erst wenn durch sorgfältige Planung die Belange von uns Menschen mit denen der Natur in Einklang gebracht werden, entwickelt sich eine nachhaltig nutzbare und harmonische Kulturlandschaft.

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Landschaft: eine unendliche Geschichte

Landschaften sind wie unendliche Geschichten: Der große Rahmen bleibt - Berge, Ebenen, der Ablauf der Jahreszeiten - die Akteure wechseln, und immer wird ein neues Kapitel angefügt. In unserem Naturpark haben bereits Kelten, Römer, Franken, Bayern und Preußen gelebt und gearbeitet. Jede Generation hat andere Vorstellungen, wie das Land zu nutzen sei. So gehört es zum Wesen der von Menschen bewohnten Landschaft, dass sich ihr Gesicht ständig wandelt.Lesen Sie in unserem Geschichtsbuch, wie unsere Vorfahren das Land bearbeitet und verändert haben.

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Was ist ein Wald?

Eine Gegend mit vielen Bäumen und viel Schatten; ein Ökosystem, in dem Wasser und Nährstoffe zirkulieren, wo Laub vermodert und die Spechte trommeln; eine Fläche, auf der die Förster Holz produzieren und die Jäger Wild erlegen; das Reich der Kobolde und Elfen. Ein Wald mit dicken Bäumen und Vogelgezwitscher, wo der Rothirsch seine Fährte zieht und die Anemone blüht, steht für uns als das Bild für Urwüchsigkeit und Stabilität. Dabei haben die Wälder vieles auszuhalten, was manchmal an ihre Substanz geht: Natürliche Ereignisse, wie Sturm, Schnee, Wildverbiss und von uns Menschen verursachten Schädigungen, z. B. die Luftverschmutzung. Wie schnell wird dann der urwüchsige Wald zum "Patienten Wald", dem geholfen werden muss.

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Einladung zum Verweilen und Kennenlernen

Wenn wir eine Landschaft betrachten, suchen wir zunächst den Horizont in der Ferne. Dann erkennen wir vor uns das Relief - Berge, Täler und Ebenen -, die Anzahl und Größe von Dörfern und Städten, die Verteilung von Wäldern, Wiesen und Äckern, den Verlauf von Wegen und Straßen, Bächen und Flüssen. Dies ist das Gesicht der Landschaft. Nehmen wir uns mehr Zeit zum Beobachten und Lauschen, so erschließt sich uns die Natur: Wir erkennen die Eigenart jeder einzelnen Pflanze, uns zeigen sich die Vögel und Schmetterlinge, wir hören das Rascheln der Käfer im Laub. Alle Lebewesen stehen in Beziehung zueinander, nutzen Wasser und Boden, Licht und Wärme, fressen und werden gefressen und sind angepasst an die Bedingungen unserer Landschaft. Wir sind eingeladen zum Verweilen und Kennenlernen.